Ursprung der Kerzen
Kerzen gehören zu den ältesten Lichtquellen der Menschheit.
- Schon vor über 5.000 Jahren nutzten frühe Kulturen einfache Formen von Kerzen.
- Die Ägypter verwendeten Schilfrohr, das in geschmolzenes Fett getaucht wurde (eine Art Fackel).
- Die Römer gelten als Erfinder der klassischen Kerze mit Docht: Sie nutzten Talg (Tierfett) und später Bienenwachs.
Kerzen waren damals vor allem praktisch: Lichtquelle, Zeitmesser, religiöse Rituale.
Kerzen im Mittelalter
- Bienenwachskerzen waren hochwertig, brannten sauberer und rochen angenehmer – aber sie waren teuer.
- Daher nutzten sie meist Kirchen und wohlhabende Haushalte.
- Die breite Bevölkerung verwendete Talgkerzen, die stark rußten und unangenehm rochen.
Wann entstanden Duftkerzen?
Der gezielte Einsatz von Duftstoffen kam deutlich später:
Antike Vorläufer
- Schon im alten Ägypten, Indien und China wurden Harze, Kräuter und Öle verbrannt – allerdings eher als Räucherwerk als in Kerzenform.
- Duft hatte oft religiöse oder medizinische Bedeutung.
Erste echte Duftkerzen
- Ab dem 18. Jahrhundert begann man, Kerzen gezielt mit ätherischen Ölen zu parfümieren.
- Der Duft diente dazu, unangenehme Gerüche zu überdecken.
Moderne Duftkerzen
Der große Durchbruch kam im 20. Jahrhundert:
- Mit der Entwicklung von Paraffin (Erdölprodukt) wurden Kerzen günstiger und gleichmäßiger.
- In den 1970er–1990er Jahren wurden Duftkerzen zum Lifestyle-Produkt (Wohlfühlatmosphäre, Entspannung, Dekoration).
- Heute gibt es Duftkerzen aus:
- Sojawachs
- Rapswachs
- Bienenwachs
- Kokoswachs
- mit synthetischen Duftölen oder natürlichen ätherischen Ölen.
Bedeutung von Duftkerzen heute
Heute stehen Kerzen weniger für Licht, sondern für:
- Atmosphäre & Gemütlichkeit
- Aromatherapie & Entspannung
- Dekoration & Geschenkartikel
- Rituale, Meditation & Self-Care
